Nervige Twitter-Werbung einfach stummschalten

Ich geb’s ja zu: Ich bin sehr schnell von Werbung genervt. Vor allem von ständiger Werbung, die sich stur wiederholt. Auf Twitter geht sie mir besonders auf die Nerven … bzw. ging. Denn ich habe endlich eine Lösung gefunden! Mir tut es allerdings für die Autorinnen Leid, die sich anständig verhalten und nur maßvoll auf ihre Veröffentlichungen hinweisen.

Was ist schlechte Werbung?

Schlechte Werbung ist für mich vor allem langweilige Werbung. KAUF MEIN BUCH, KAUF MEIN BUCH, KAUF MEIN BUCH, KAUF … Das ist stumpf, stupide und nervig.

Speziell auf Twitter nervt mich außerdem Werbung, die einfach zu viel Platz einnimmt. Mein Bildschirm ist keine fünf Meter hoch und es gibt auch noch andere Nachrichten, die ich lesen möchte. Leider raten viele Autorinnen Neueinsteigerinnen, tweeten mit Bild sei sooo sinnvoll und viiiel effektiver. Ja, aber es nervt auch irgendwann, wenn meine Timeline zu 80 % von Bildern gefressen wird. Bilder, nebenbei bemerkt, die ich nicht sehen kann, weil ich sie in meinem Browser deaktiviert habe. Ätsch. Das war Selbstverteidigungsmaßnahme No. 1 – aber sie reicht leider schon lange nicht mehr. Jetzt sehe ich also keine Bildchen, aber immer noch einfarbige Flächen, wo das Bild sein sollte.

Zehn Hashtags pro Tweet nerven irgendwann auch. Allerdings bin ich den Hashtags auch in gewisser Weise dankbar, denn sie erleichtern es mir, diese Tweets zu blockieren.

Werbung einfach abschalten

Genau das habe ich nämlich gemacht. Twitter bietet die praktische Möglichkeit, bestimmte Inhalte stummzuschalten. Mit der entsprechenden Einstellung kannst du theoretisch beliebige Keywords und Hashtags blockieren, sodass entsprechende Nachrichten weder in deiner Timeline noch in deinen Mitteilungen auftauchen.

Ich habe lediglich einen Hashtag stummgeschaltet: #Kindle.

Die Entscheidung fiel mir recht leicht:

  • Die meisten Selfpublisherinnen nutzen diesen Hashtag – und da sie für ihre Werbung selbst verantwortlich sind, werben sie auf Twitter im Allgemeinen aggressiver als Verlagsautorinnen.

  • Als Plattform für Selbstverlegerinnen ist Amazon anscheinend beliebter als andere. Vielleicht ist ist die Marketing-Kultur von Amazon-Autorinnen aber auch eine besondere. Bis jetzt bin ich jedenfalls noch nicht unter einer Lawine aus #Tolino begraben worden.

  • Der Hashtag ist spezifisch genug, um nicht aus versehen auch Inhalte zu blockieren, die mich vielleicht sogar interessieren würden – wobei es sicherlich Falsch-Positive gibt. „Amazon“ wäre mir allerdings aus diesem Grund zu allgemein.

Wie funktioniert das?

Nutzerinnen, die eine ähnliche Lösung suchen, können wie folgt vorgehen:

  1. unter „Mitteilungen“ auf „Einstellungen“ klicken (oben rechts)
  2. „Schalte bestimmte Wörter in deinen Mitteilungen und deiner Timeline stumm“ auswählen
  3. den verlinkten Artikel lesen, damit du weißt, was du tust – zum Sofortlesen hier klicken
  4. keine Sorgen machen, denn alle Einstellungen lassen sich später auch wieder ändern 🙂
  5. auf „Hinzufügen“ klicken
  6. das Wort eintippen, das stummgeschaltet werden soll, und einige Einstellungen festlegen
  7. wieder auf „Hinzufügen“ klicken

Fertig.

Nebenwirkungen

Es gibt Kurznachrichten, die fälschlicherweise stummgeschaltet werden. Im Große und Ganzen werde ich das aber verkraften. 😉 Ich kann die Tweets trotzdem sehen, wenn ich direkt das Profil einer anderen Nutzerin besuche.

Mir tut das trotzdem ein bisschen Leid, denn nicht alle Autorinnen werben aufdringlich. Ich finde es sogar vollkommen normal, dass Schriftstellerinnen auf ihre Publikationen aufmerksam machen. Aber bitte nicht alle zehn Minuten … was leider keine Übertreibung ist: Einige Userinnen benutzen automatische Tweets, die in genau diesem Zeitintervall verbreitet werden.

Eine Zeit lang habe ich diese Personen manuell aussortiert. Aber irgendwann wurde mir das zu viel. Und ab und zu schreiben diese Nutzerinnen eben auch etwas Lesenswertes. Außerdem nervt auch die Masse, die von allen Accounts zusammen ausgeht, selbst wenn jede „nur“ einmal pro Woche einen Amazon-Link postet.

Meine persönliche Reaktion wird vermutlich nicht viel bewirken. Aber ich fände es wirklich schön, wenn Autorinnen bei der Vermarktung umdächten und kreativere Marketing-Wege gehen würden.

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