Tragisch, gespenstisch, traurig: Drei Kurzgeschichten

Ich lese sehr gern alte Geschichten, die inzwischen gemeinfrei sind, und stoße dabei immer wieder auf wahre Perlen. Viele davon sind relativ unbekannt. Deshalb möchte ich heute drei Kurzgeschichten vorstellen, die alle irgendetwas mit dem Tod zu tun haben und von dramatisch und aufregend bis sanft und traurig reichen.

Die Links führen zur Webseite Vorleser.net, wo die Geschichten kostenlos als Hörbuch und PDF verfügbar sind.

Christian Friedrich Hebbel: „Anna“

Die Kurzgeschichte handelt von der Magd Anna, die für einen unsympathischen Dienstherren arbeitet, der sie zu isolieren versucht. Anna ist eine interessante Figur. Ihre Handlungen sind in erster Linie Reaktionen; doch obwohl sie die Anweisungen ihres Herrn befolgen muss, unterwirft sie sich nie vollständig. Die Ereignisse steigern sich im Verlauf der Geschichte und Anna entgleitet schließlich die Situation.

„Anna“ zum Lesen oder Anhören auf Vorleser.net

Rudyard Kipling: „Die gespenstische Rikscha“

Eine Geistergeschichte über den Schrecken ohne Schrecken auf Seiten des Lesers – dennoch ist die Erzählung spannend und unterhaltsam. Der Geist einer jungen Frau verfolgt ihren Liebsten und terrorisiert ihn so sehr, dass sie ihn – beinahe? – in den Wahnsinn treibt.

„Die gespenstische Rikscha“ zum Lesen oder Anhören auf Vorleser.net

Rainer Maria Rilke: „Die goldene Kiste“

Eine herzseufzende Geschichte über eine Mutter, die ihren Mann verloren hat und ihr Kind allein versorgt. Eines Tages stellt das neu eröffnete Geschäft im Haus gegenüber eine „goldene Kiste“ aus… Die Frömmigkeit in der Geschichte finde ich übertrieben, insgesamt ist sie jedoch einfach zu bittersüß, um sie nicht zu empfehlen. Taschentücher bereitlegen!

„Die goldene Kiste“ zum Lesen oder Anhören auf Vorleser.net

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