Michel Peissel: „Land ohne Horizont – Reisen in das unentdeckte Tibet“

Der Reisebericht beschreibt eine Expedition ins Changtang, eine entlegene und weitestgehend unerforschte Gegend Tibets. Michel Peissel beschreibt in dem Buch sowohl die Landschaft, Flora und Fauna als auch die Menschen, die dort leben. Historische, biologische und politische Hintergründe werden immer wieder aufgegriffen. Die Art, wie diese Hintergründe in den Text eingebaut sind, hat mir sehr gut gefallen.

Der Reisebericht enthält zwar viele objektive Informationen, aber auch Wertungen und subjektive Eindrücke. An einigen Stellen fand ich das Buch sogar zu persönlich – mich interessiert zum Beispiel nicht das Liebesleben des Autors.

Insgesamt hätte ich mir mehr objektive Informationen gewünscht – aber dafür gehört das Buch vielleicht auch einfach zum falschen Genre.

Wirklich störend fand ich das ständige und einseitige Chinesen-Bashing. „Die Chinesen“ pauschal zu verurteilen halte ich für falsch. China ist ein vielfältiges Land und die einzelnen Menschen können nicht wirklich für die Entscheidungen und Gräueltaten ihrer (ehemaligen) politischen Führer verantwortlich gemacht werden.

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